Die ATEX-Kennzeichnung (Atmosphères Explosibles) ist ein Zertifizierungssystem, das die Sicherheit von Geräten garantiert, die in Umgebungen eingesetzt werden, in denen sich explosionsfähige Atmosphären bilden können, wie z. B. in der Öl-, Chemie- oder Pharmaindustrie. Diese Kennzeichnung stellt sicher, dass die Geräte so konstruiert sind, dass sie das Risiko einer Explosion verhindern. Sie enthält Schlüsselinformationen über die Kategorie der Ausrüstung, die Arten von Gasen oder Stäuben, denen sie standhalten kann, sowie die Temperatur- und Sicherheitsbedingungen. Das Verständnis dieser Kennzeichnung ist entscheidend für die Auswahl der richtigen Ausrüstung und die Einhaltung der Sicherheitsstandards in diesen gefährlichen Umgebungen.
Das CE-Zeichen bescheinigt, dass die Ausrüstung bewertet und getestet wurde und alle geltenden europäischen Normen für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz erfüllt.
Benannte Stellen sind unabhängige Stellen, die akkreditiert sind, um die Konformität von ATEX-Ausrüstungen mit der Richtlinie 2014/34/EU zu bewerten. Sie führen technische Prüfungen und Sicherheitstests durch und stellen Konformitätsbescheinigungen aus. Ihr eindeutiger Code erscheint auf der ATEX-Kennzeichnung und bescheinigt, dass die Ausrüstung die Sicherheitsstandards erfüllt, die für die Verwendung in gefährlichen Atmosphären erforderlich sind.
| 0035 | TÜV Rheinland Industrie Service GmbH | Deutschland |
| 0080 | INERIS(NATIONALES INSTITUT FÜR INDUSTRIELLE UMWELT UND RISIKEN) | Frankreich |
| 0081 | LCIE(LABORATOIRE CENTRAL DES INDUSTRIES ELECTRIQUES) | Frankreich |
| 0637 | IBExU Institut für Sicherheitstechnik GmbH | Deutschland |
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Bei der ATEX-Kennzeichnung geben I oder II die Umgebungen an, in denen die Ausrüstung verwendet werden kann.
- Bergbau und Untertagearbeiten
- Oberflächenindustrien
Die Einstufung einer Gefahrenzone für ein ATEX-Gerät bestimmt die Höhe des Explosionsrisikos in einem bestimmten Bereich, basierend auf der Wahrscheinlichkeit und der Dauer, während derer sich eine explosive Atmosphäre bilden kann. Wenn ein Betriebsmittel für eine Zone zertifiziert ist, deckt dies auch die weniger riskanten Kategorien ab.
| Kategorie | Zonen | Explosionsgefahr | Häufigkeit des Risikos | Gefordertes Schutzniveau | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gas | Dust (Staub) | ||||
| 1 | Zone 0 | Zone 20 | hoch | Ständige Präsenz (> 1000 h/Jahr) | Sehr hoch |
| 2 | Zone 1 | Zone 21 | mittel oder gering | Gelegentliche Anwesenheit (10-1000 Std./Jahr) | hoch |
| 3 | Zone 2 | Zone 22 | sehr schwach | Présence rare (< 10 h/an) | mittel |
- Gase und Dämpfe
- Dust (Staub)
CENELEC (Comité Européen de Normalisation en ÉLECtronique et en ÉLECtrotechnique) ist eine internationale Organisation, die durch Normen ein bestimmtes Qualitätsniveau für elektronische Geräte garantiert. Das Ex-Zeichen auf der Normmarkierung eines Produkts garantiert, dass es den CENELEC-Standards entspricht.
Die Schutzart in einer ATEX-Kennzeichnung bezieht sich auf die Methode, mit der sichergestellt wird, dass eine Ausrüstung in einer gefährdeten Atmosphäre keine Explosion verursacht. Er legt fest, wie die Ausrüstung je nach Art der Umgebung zur Vermeidung von Explosionsgefahren ausgelegt ist.
| Schutzmodus | Symbole | Prinzip | Subsymbole | Zonen | |
|---|---|---|---|---|---|
| G* | D** | ||||
Explosionsgeschützt | d | Schutzart durch druckfeste Kapselung. Keine Ausbreitung der Zündquelle | da db dc | 0 1 2 | |
Erhöhte Sicherheit | e | Schutzmodus mit erhöhter Sicherheit. Unterdrückung der Zündquelle | eb ec | 1 2 | |
Eigensicherheit | i | Eigensicherheit. Begrenzung der elektrischen Energie unterhalb der Mindestzündschwelle | ia ib ic | 0 1 2 | 20 21 22 |
Interner Überdruck | p | Schutzart durch Einleiten von Gas unter Überdruck. Blockierung jeglicher ATEX in der Werkzeughülle | px py pz pb pc | 0 1 2 | 21 22 |
Pulverförmige Füllung
| q | Einbringen von pulverartigem Material (Quarz, Sand, ...) Blockierung von Funken oder Lichtbögen | q | 1 | |
Eintauchen in Öl | o | Schutzmodus durch Eintauchen des Stromkreises in Öl. Isolierung des Stromkreises von jeder ATEX | ob oc | 1 2 | |
Einkapselung | m | Art des Schutzes durch Einkapselung der Elektronik Einkapselung der Elektronik in einem elektrisch isolierenden Material | ma mb mc | 0 1 2 | 20 21 22 |
Wasserdichtes Gehäuse | t | Schutzmodus durch wasserdichtes Gehäuse Staubdichtes Gehäuse mit begrenzter Oberflächentemperatur | ta tb tc | 20 21 22 | |
Erhöhte Sicherheit(besondere Fälle) | n | nA: Gerät ohne Funkenbildung nC: Funkenerzeugendes Gerät mit angemessenem Schutz nL: Begrenzung der Energieerzeugung nR: Begrenzte Kontakte mit der Außenseite des Stromkreises | nA nC nL nR | 2 2 2 2 | |
Die Kriterien für die Einstufung von Gasgruppen und Staubgruppen im Rahmen der ATEX-Richtlinie basieren auf spezifischen physikalisch-chemischen Eigenschaften, mit denen ihr Potenzial, eine Explosion zu verursachen, bewertet und Sicherheitsanforderungen für die Konstruktion und den Einsatz von Geräten in gefährdeten Umgebungen festgelegt werden. Eine Zertifizierung für eine gefährlichere ATEX-Gruppe deckt auch weniger gefährliche Gruppen desselben Atmosphärentyps ab (Gruppe IIB deckt Gruppe IIA ab und Gruppe IIIC deckt die Gruppen IIIB und IIIA ab).
| Gasgruppen | Beispiele für Gas | Staubgruppen | Beispiele für Staub |
|---|---|---|---|
| I | Methan (Bergbau) | ||
| IIA | Propan | IIIA | Brennbare Plüschtiere (Fäden) |
| IIB | Ethylen | IIIB | Nichtleitender Staub |
| IIC | Wasserstoff/Acetylen | IIIC | Leitfähiger Staub |
Die Selbstentzündungstemperatur eines Gases (G) oder Staubs (D)) ist die Temperatur, bei der sich das Produkt in Gegenwart von Luft ohne externe Zündquelle (Funke, Flamme, Lichtbogen usw.) spontan entzündet. Um dieses Phänomen in ATEX-Zonen zu verhindern, ist es entscheidend, die maximale Oberflächentemperatur, die Geräte erreichen können, zu begrenzen. Die ATEX-Temperaturklassen legen daher diese Höchsttemperatur für Geräte fest, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.
Bei Gasen und Dämpfen (G) gilt: Je näher die Klasse an T1 (450 °C) liegt, desto höher ist die zulässige Höchsttemperatur des Geräts, was das Risiko einer Selbstentzündung verringert. Umgekehrt bedeutet eine Klasse nahe T6 (85 °C) eine niedrigere Höchsttemperatur, wodurch das Selbstentzündungsrisiko des Mediums erhöht wird.
Für Staub (D) wird die maximale Oberflächentemperatur direkt angegeben, wie z. B. T120°C, wodurch die maximal erreichbare Temperatur für die Ausrüstung in diesen Umgebungen bestimmt wird.
Temperaturklasse
Maximal erreichbare Temperatur
Das Schutzniveau in der ATEX-Kennzeichnung ist ein Hinweis auf die Sicherheit der Ausrüstung, die zur Verwendung in explosionsgefährdeten Atmosphären bestimmt ist. Sie bestimmt die Fähigkeit der Ausrüstung, in einer ATEX-Zone sicher zu arbeiten, und zwar in Abhängigkeit von der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer explosiven Atmosphäre und der Dauer ihrer Anwesenheit.
| Ort | I | II | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorie | M1 | M2 | 1 | 2 | 3 | |
| Equipment Proctection Level (EPL) | Gase/Dämpfe (G) | Meine | Mb | Ga | Gb | Gc |
| Staub (D) | Da | Db | Dc | |||
Die Betriebsumgebungstemperatur für ATEX-Ausrüstungen bezieht sich auf den Temperaturbereich, in dem eine Ausrüstung, die für die Verwendung in einer ATEX-Zone vorgesehen ist, sicher betrieben werden kann, ohne ihre Integrität zu beeinträchtigen oder ein Explosionsrisiko zu verursachen.
Ausrüstungen müssen für den Betrieb in Umgebungen ausgelegt sein, in denen die Umgebungstemperatur variieren kann, aber die ATEX-Norm legt Grenzen fest, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dieser Bereich wird in der Regel in der technischen Dokumentation oder auf der Kennzeichnung der Ausrüstung angegeben.
Sie wird mit Tamb angegeben, kann aber auch mit Ta angegeben werden. Diese ist nicht unbedingt bei allen Geräten vorhanden, und wenn sie fehlt, ist der Standardbereich -20 °C ≤ Ta ≤ 40 °C.
Die IP-Schutzart (für Ingress Protection) ist eine internationale Norm (IEC 60529), die den Schutzgrad klassifiziert, den ein Gehäuse oder ein elektrisches Gerät gegen das Eindringen von Festkörpern (wie Staub) und Flüssigkeiten (wie Wasser) bietet.
| X | Schutzstufe gegen Feststoffe | Y | Schutzniveau gegen Flüssigkeiten |
|---|---|---|---|
| "0" | Kein Schutz | "0" | Kein Schutz |
| 1 | Schutz vor festen Objekten von 50 mm und mehr (z. B. der Hand) | 1 | Schutz vor vertikalen Wassertropfen (z. B. Kondensation) |
| 2 | Schutz vor festen Objekten, die 12,5 mm und größer sind (z. B. Finger) | 2 | Schutz vor Wassertropfen bei einer Neigung von bis zu 15° von der Senkrechten |
| 3 | Schutz vor festen Objekten mit einer Größe von 2,5 mm und mehr (z. B. Werkzeuge, Kabel) | 3 | Schutz vor Wassertropfen bei einer Neigung von bis zu 60° von der Vertikalen (z. B. Regen) |
| 4 | Schutz vor festen Objekten von 1 mm und mehr (z. B. Kabel, Drähte) | 4 | Schutz vor Spritzwasser aus allen Richtungen |
| 5 | Begrenzter Schutz vor Staub (beeinträchtigt nicht die Funktion der Kamera) | 5 | Schutz vor Wasserstrahlen aus allen Richtungen (z. B. mit einem Speer) |
| 6 | Vollständiger Schutz vor Staub | 6 | Schutz vor starken Wasserstrahlen (z. B. Seepakete) |
| 7 | Schutz vor zeitweiligem Untertauchen in Wasser | ||
| 8 | Schutz vor längerem Eintauchen in Wasser * |
*vom Hersteller angegebene Bedingungen
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